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Hinweise für eine Existenzgründung

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Probleme, während der Kurzarbeit oder gar Arbeitslosigkeit denken Betroffene darüber nach, sich selbständig zu machen. Eine Existenzgründung ist allerdings ein großer Schritt und sollte reiflich überlegt und von langer Hand geplant werden.

Planung und Vorbereitung
Vor dem Start in die Selbständigkeit steht die Geschäftsidee, welche in einem Businessplan formuliert wird. Hierbei sollte überlegt werden, mit welchem Angebot man auf den Markt gehen möchte. Sollte man keine Geschäftsidee haben, kommt immer noch die Gründung eines Franchise-Unternehmens oder die Übernahme eines bereits bestehenden Unternehmens in Betracht.

Öffentliche Förderprogramme von Banken und Sparkassen
Neben den klassischen Krediten oder Darlehen über Banken oder Sparkassen gibt es öffentliche Förderprogramme für Existenzgründer durch die EU, den Bund und die Länder. Diese Gelder müssen bei der Hausbank vor Aufnahme der selbständigen Tätigkeit beantragt werden. Eine rückwirkende Bewilligung von Fördermitteln ist mit Ausnahme der sog. Investitionszulage nicht möglich.

Gründerzuschuss
Der Gründerzuschuss kann bei der Agentur für Arbeit beantragt werden und wird in 2 Phasen ausbezahlt:

  • In den ersten neun Monaten der Selbständigkeit wird ein Zuschuss in Höhe des individuellen Arbeitslosengeldes nach § 129 Sozialgesetzbuch (SGB) III und zusätzlich ein Pauschalbetrag von 300 EURO für z. B. Kranken- und Pflegeversicherung, gezahlt.
  • Daran kann sich eine Phase von weiteren sechs Monaten anschließen, in der dann nur noch die 300 EURO zur sozialen Absicherung gezahlt werden


Versicherung
Wer sich selbständig macht, muss daran denken, dass er von jetzt an alle Risiken selbst tragen muss. Wichtige betriebliche Versicherungen sind beispielsweise die Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung. Im Bereich der persönlichen Versicherung gehören auf jeden Fall eine Krankenversicherung und eine Krankentagegeldversicherung dazu.

Steuern
Für die steuerliche Belastung des neu gegründeten Unternehmens ist die Größe des Unternehmens, die Wahl der Rechtsform und die Tätigkeit als Gewerbetreibender oder Freiberufler entscheidend. Zu diesen steuerlichen Fragen sollte sich ein Existenzgründer bereits vorab mit einem Steuerberater zusammensetzen, um die für das neue Unternehmen günstigste Regelung zu finden.



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